Tampondruck
Tampondruck

Der Tampondruck im Überblick

Mehr als 4 Jahrzehnte Erfahrung machen uns zu den Tampondruck-Experten in der Entwicklung und Produktion von Tampondruckmaschinen. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über unsere Branchenlösungen.

Unsere Spezialisten fertigen für Sie Tampondrucksysteme und Tampondruckmaschinen abgestimmt auf die Anforderungen der spezifischen Anwendungsbereiche des Tampondrucks. Dabei profitieren Sie als Kunde von unseren detaillierten Branchenkenntnissen im Bereich Automotive, der Kosmetikindustrie, Kunststoffindustrie, Pharmaindustrie und Werkzeugindustrie sowie auf dem Gebiet der Metallisierungssysteme.

Wie alles begann

Die Anfänge des Tampondrucks liegen im Dunkeln. Zwar nutzte schon Johannes Gutenberg einen mit Stoff und Rosshaar gefüllten lederbezogenen Ballen, französisch „Tampon“, um die Druckerschwärze auf den Lettern zu verteilen, aber im Laufe der Entwicklung geriet er durch die Einführung der Rolleneinfärbung in Vergessenheit. Erst um das Jahr 1900 erinnerten sich Schweizer Uhrmacher an dieses Hilfsmittel. Die Nachfrage nach Taschenuhren war um die Jahrhundertwende rasant gestiegen und die Uhrenmanufakturen hatten Mühe, den Bedarf zu decken. Bis dahin wurden die Zifferblätter jeder einzelnen Uhr nach Entwürfen eines Künstlers handgefertigt. Ein Verfahren, das viel Zeit in Anspruch nahm und die Uhren nur für eine bestimmte Käuferschicht erschwinglich machte.

Declacierverfahren und erste Tampondruck Maschinen

Aus diesem Grund suchten die Uhrmacher nach einem Verfahren, um die Herstellung der Zifferblätter zu beschleunigen. Problematisch hierbei war vor allem die meist gewölbte Form der Zifferblätter, die den Einsatz herkömmlicher Druckverfahren unmöglich machte.

Verschiedene Drucktampons

Die erste Tampondruckmaschine funktionierte nach dem Prinzip einer Stempelmaschine: ein Gelatine Tampon, der sich durch den Stempeldruck gut an unterschiedlich gewölbte Oberflächen anpassen kann, saugt aus den Vertiefungen einer eingefärbten, gravierten Druckplatte die Farbe auf.

Im nächsten Arbeitsschritt wird das Motiv auf das Zifferblatt übertragen. Dieses sogenannte Declacierverfahren markierte den Anfang einer Erfolgsgeschichte des Tampondrucks, der heute weit über die Uhrenindustrie hinaus von Bedeutung ist.

Tampondruck per Hand

Silikontampons und Automatisierung

Einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung der Tampondruckmaschinen brachte das Jahr 1968. Damals suchte man nach Lösungen, um die relativ kurze Lebensdauer der Tampons zu verbessern und so die häufig notwendigen Wechsel sowie die damit verbundenen Stillstandzeiten der Maschinen zu reduzieren. Dabei stellte sich heraus, dass Silikon bei gleichen Druckeigenschaften deutlich bessere Materialeigenschaften für die Herstellung von Tampons bietet. Es ist langlebig, passt sich flexibel an jede Form an und überträgt dank des enthaltenen Silikonöls nahezu 100 Prozent der Farbe auf das Druckobjekt. Auch der Druckprozess wurde weiter optimiert und elektrifiziert. In der Folge entstanden erste Druckmaschinen, die an unterschiedliche Anforderungen angepasst waren.

Eine Drucktechnik – Viele Anwendungen

Seitdem sind Tampondruckmaschinen aus vielen Industriebereichen nicht mehr wegzudenken. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo komplex geformte Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien bedruckt oder gekennzeichnet werden müssen. Dabei reichen die Anwendungen vom Bedrucken von Computertastauren über Werbemittel und Modelleisenbahnen bis hin zu Autoteilen. Für den Tampondruck stehen heute verschiedene Techniken zur Verfügung, die sich in drei Kategorien unterteilen lassen: Standard Tampondruck, rotativer Tampondruck und rundum Tampondruck. Im Gegensatz zum Standardverfahren mit offenen oder geschlossenen Farbsystemen, wird beim Rotationsdruck die Farbe über walzenförmige Tampons aufgebracht. Dies hat den Vorteil, dass der Druckprozess ungetaktet und dadurch wesentlich schneller ist. Auf diese Weise lassen sich höhere Durchsätze erzielen. Je nach Anforderung können mittels dieser Tampondruck Techniken beinahe alle Anforderungen an das Bedrucken und Kennzeichnen von dreidimensionalen Objekten erfüllt werden.